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Coinbase Gebühren in Deutschland erklärt

Coinbase Gebühren in Deutschland erklärt

GEOGLE | Coinbase ist zweifellos eine der bekanntesten Krypto-Börsen weltweit und besonders bei Einsteigern beliebt. Die Plattform überzeugt durch ein benutzerfreundliches Design und hohe Sicherheitsstandards. Doch dieser Komfort hat seinen Preis, den viele Anleger vorab unterschätzen.

Die Gebührenstruktur von Coinbase kann sich im Vergleich zu anderen Anbietern als recht teuer erweisen. Wer nicht genau hinschaut, sieht am Ende seines Trades deutlich weniger Gewinn auf seinem Konto, als ursprünglich erwartet. Es ist daher essenziell, die verschiedenen Kostenfaktoren zu verstehen, um die eigene Rendite nicht unnötig zu schmälern.

Die Grundstruktur der Kosten

Bei Coinbase müssen Anleger im Wesentlichen zwei Arten von Gebühren unterscheiden. Zum einen gibt es die klassischen Handelsgebühren, die beim Kauf oder Verkauf anfallen. Zum anderen gibt es die sogenannten Spread-Kosten, die im Kursverkauf bereits eingepreist sind.

Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs einer Kryptowährung. Er stellt im Grunde die Marge der Börse dar und wird oft übersehen, da er nicht als explizite Gebühr ausgewiesen wird. Hinzu kommen die Transaktionsgebühren, die zusätzlich berechnet werden und vom Volumen des Trades abhängen.

Diese Kombination aus Spread und Transaktionsgebühr macht Coinbase für kleine Beträge und häufige Trades teuer. Wer nur gelegentlich kauft, wird dies weniger spüren als ein aktiver Trader. Ein Blick auf die Alternative Bitpanda Erfahrungen in Deutschland zeigt, dass auch andere Anbieter ähnliche oder andere Modelle nutzen.

Die Standardgebühren im Vergleich

Im Standard-Interface, das für Anfänger gedacht ist, variiert die Gebühr prozentual basierend auf der Zahlungsmethode und dem Handelsvolumen. Bei Kauf über ein Bankkonto (SEPA) liegen die Gebühren oft zwischen 1,49 % und 1,99 %. Das klingt nach wenig, summieren sich aber bei hohen Beträgen schnell.

Deutlich teurer wird es, wenn Sie eine Kreditkarte oder PayPal nutzen. Hier verlangt Coinbase oft einen Aufschlag von zusätzlich rund 3,99 %. Das ist für den schnellen Einkauf praktisch, aber finanziell suboptimal. In Deutschland, wo SEPA-Überweisungen kostenlos und schnell sind, sollte man daher immer zum Bankkonto greifen.

Viele Anleger vergleichen diese Kosten mit denen von Binance. Während Binance im günstigeren Bereich liegt, gibt es dort andere Überlegungen zur Legalität. Wer abwägt, ob der Preisunterschied das Risiko wert ist, liest unseren Artikel Ist Binance in Deutschland legal.

Coinbase Pro und Advanced Trade

Um die hohen Gebühren zu umgehen, hat Coinbase früher das Segment "Coinbase Pro" angeboten, das nun in "Advanced Trade" integriert wurde. Hier nutzen Anleger eine Orderbuch-basierte Oberfläche, die mehr Erfahrung erfordert. Die Gebührenstruktur ist hier jedoch deutlich günstiger und orientiert sich am Maker-Taker-Modell.

Ein "Maker" erstellt eine Order, die sofort im Orderbuch platziert wird. Ein "Taker" führt eine sofortige Order gegen eine bereits existierende aus. Taker zahlen meist höhere Gebühren als Maker, da sie Liquidität entziehen, statt sie bereitzustellen. Die Gebühren können hier unter 0,5 % sinken.

Der Umstieg auf die Advanced-Plattform lohnt sich für jeden, der etwas mehr als nur einmalig investieren will. Wer unsicher ist, wie man mit diesen Funktionen umgeht, findet in unserem Guide zur Beste Krypto Börse Deutschland für Anfänger Hilfe für den Einstieg.

Ein- und Auszahlungen: Versteckte Kosten?

Die Einzahlung von Euro via SEPA-Überweisung ist bei Coinbase in der Regel kostenlos. Das ist ein Pluspunkt, da man keine Gebühren für das Aufladen des Kontos zahlt. Auch die Auszahlung von Euro auf das eigene Bankkonto ist mit einer geringen Pauschale (oft 0,15 €) verbunden und damit sehr fair.

Anders verhält es sich bei der Auszahlung von Kryptowährungen in eine externe Wallet. Hierfür fallen sogenannte "Network Fees" an. Diese Gebühren gehen nicht an Coinbase, sondern an die Betreiber des jeweiligen Blockchain-Netzwerks (z.B. Miner). Diese Kosten variieren stark je nach Auslastung des Netzes.

Insbesondere bei Ethereum-Transaktionen können diese Gebühren zeitweise sehr hoch sein. Wer diese Kosten sparen möchte, überweist seine Coins lieber von der Börse auf eine Wallet. Tipps zur sicheren Aufbewahrung finden Sie in der Übersicht zur Beste Krypto Wallet in Deutschland.

Gebühren im Kontext der Besteuerung

Ein wichtiger Aspekt, der oft vergessen wird, ist der Einfluss der Gebühren auf die steuerliche Berechnung. Gebühren stellen Werbungskosten dar und können vom Gewinn abgezogen werden. Das ist gut, da sie so den steuerpflichtigen Betrag mindern. Dennoch verringern Gebühren natürlich Ihren Netto-Gewinn, den Sie in der Tasche haben.

Wenn Sie hoch besteuert sind und kurzfristig traden, fressen Gebühren und Steuern einen großen Teil Ihrer Rendite auf. Langfristiges Investieren (HODLn) ist daher oft die bessere Strategie, um Trading-Kosten und Steuern zu minimieren. Alle Details zur Steuerpflicht finden Sie in unserem Krypto Steuer Deutschland – Kompletter Leitfaden.

Tipps zur Gebührenoptimierung

Um bei Coinbase nicht unnötig Geld zu verlieren, sollten Sie immer SEPA-Überweisungen für Einzahlungen nutzen. Verzichten Sie konsequent auf Kreditkarten oder PayPal, es sei denn, es ist absolut notwendig. Nutzen Sie nach Möglichkeit die "Advanced Trade"-Funktion, um günstigere Gebühren zu erzielen.

Zudem empfiehlt es sich, Trades zu bündeln. Anstatt zehn kleinere Käufe über den Monat zu tätigen, können Sie einen größeren Kauf durchführen. So zahlen Sie die prozentuale Gebühr nur einmal statt zehnmal.

Wenn Sie merken, dass Ihnen die Gebühren zu hoch sind, kann ein Wechsel des Anbieters sinnvoll sein. Ein Vergleich mit der Beste Krypto Börse Deutschland für Anfänger zeigt Alternativen, die vielleicht besser zu Ihrem Handelsverhalten passen.

FAQ

Sind die Gebühren bei Coinbase höher als bei anderen Börsen?
Ja, für den Standard-Kauf ist Coinbase im Vergleich zu Binance oder Kraken oft teurer, bietet aber höhere Benutzerfreundlichkeit und Regulierung.

Kann ich die Transaktionsgebühren vermeiden?
Nicht komplett, aber Sie können sie durch Nutzung der "Advanced Trade"-Plattform und durch den Einsatz von Limit-Orders statt Market-Orders deutlich senken.

Fazit

Die Gebühren bei Coinbase sind der Preis für Einfachheit und Sicherheit. Sie sind für den Gelegenheitskäufer vertretbar, werden aber für aktive Trader zu einem Kostentreiber. Wer Geld sparen will, muss die Funktionen der Advanced-Plattform nutzen oder alternative Anbieter in Betracht ziehen.

Bewerten Sie Ihre eigene Trading-Strategie ehrlich. Sind Sie ein langfristiger Investor oder ein aktiver Trader? Die Antwort darauf bestimmt, ob Coinbase die richtige Plattform für Sie ist. Falls Sie noch am Anfang stehen, lesen Sie, Wie starte ich mit Krypto in Deutschland?, um keine Fehler zu machen.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Gebühren können sich ändern, überprüfen Sie bitte immer die aktuellen Preise auf der Website des Anbieters.